ADHS Schwerpunkt
Was ist ADHS? – Symptome und Formen
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) betrifft Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Wir erläutern die wichtigsten Merkmale und Erscheinungsformen.

Symptome von ADHS
ADHS ist gekennzeichnet durch Aufmerksamkeitsstörungen, Impulsivität und (nicht immer!) eine ausgeprägte motorische Unruhe oder Hyperaktivität. Die Symptome äußern sich individuell sehr unterschiedlich und können Konzentrationsprobleme, Schwierigkeiten bei der Organisation, Vergesslichkeit, Unruhe und Impulsdurchbrüche umfassen.
ADHS bei Kindern und Jugendlichen
Kinder mit ADHS zeigen oft Schwierigkeiten, ruhig sitzenzubleiben, Anweisungen zu befolgen und sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Auch impulsives Verhalten sowie Probleme im Sozialkontakt sind typisch. Die Ausprägung variiert stark von Kind zu Kind.
ADHS im Erwachsenenalter
ADHS ist keine Erkrankung, die mit dem Erwachsenenalter verschwindet. Viele Erwachsene kämpfen weiterhin mit Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe, Organisationsschwierigkeiten und impulsiven Entscheidungen. Häufig bleiben Symptome unerkannt und führen zu Problemen im Beruf, in Beziehungen und im Alltag.
Diagnostik von ADHS: Wie wird ADHS festgestellt?
Eine sorgfältige Diagnostik ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung – für Kinder wie für Erwachsene.

Ablauf der Diagnostik
Die ADHS-Diagnose basiert auf einer ausführlichen Anamnese, der Erfassung der Symptome aus unterschiedlichen Lebensbereichen (Schule/Beruf, Familie, soziales Umfeld), standardisierten Fragebögen, Verhaltensbeobachtung und ggf. neuropsychologischer Testung. Körperliche Ursachen müssen ebenso ausgeschlossen werden.
Besonderheiten bei Erwachsenen
Im Erwachsenenalter wird die Diagnosestellung oftmals durch Überlagerungen mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Depression, Angststörungen, Sucht) erschwert. Wir legen Wert auf einen strukturierten, multimodalen Diagnoseansatz.
Behandlung und Therapieansätze bei ADHS
Moderne, individuell abgestimmte Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ADHS.

Psychotherapie
Nicht-medikamentöse Verfahren wie Verhaltenstherapie, psychoedukative Beratung und Coaching spielen eine zentrale Rolle. Sie helfen, den Alltag besser zu strukturieren, Impulse zu kontrollieren und Selbstmanagement-Fähigkeiten zu stärken.
Medikamentöse Therapie
Gerade bei ausgeprägter Symptomatik kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Hier kommen hauptsächlich Stimulanzien (z. B. Methylphenidat) und alternative Präparate zum Einsatz. Die Therapie erfolgt selbstverständlich individuell und streng nach aktuellen Leitlinien.
Unterstützung im Alltag & Beratung
Wir beraten Sie umfassend zu Hilfsmöglichkeiten im Alltag, im schulischen und beruflichen Kontext, zu Nachteilsausgleichen, Umgang mit Behörden sowie zu Selbsthilfe- und Elterngruppen.
ADHS & Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
ADHS tritt häufig gemeinsam mit anderen psychischen Beschwerden auf – bei Kindern und Erwachsenen.

Depressionen und Angststörungen
Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Depressionen oder Angststörungen, die erkannt und mitbehandelt werden sollten. Eine individuelle Therapieplanung ist daher besonders wichtig.
Suchtprobleme
ADHS erhöht bei Jugendlichen und Erwachsenen das Risiko für Suchterkrankungen (z. B. Alkohol oder andere Substanzen). Suchtprävention und ggf. eine spezialisierte Therapie sind daher Teil unseres Behandlungskonzeptes.
Leistungs- und Anpassungsstörungen
Konzentrations- und Organisationsprobleme können zu Schwierigkeiten in Schule, Studium oder Beruf führen. Wir unterstützen Betroffene gezielt dabei, ihre Potenziale bestmöglich zu entfalten.
Ihr Weg: Beratung, Unterstützung & Kontakt
Sie möchten wissen, ob bei Ihnen oder Ihrem Kind ADHS vorliegt, suchen Rat zur Behandlung oder zur Alltagshilfe? Wir stehen Ihnen mit Erfahrung, modernen Methoden und Empathie zur Seite.